Kann losgehen mit dem Schreiben?

Ich kann nicht behaupten, dass ich meine Trilogie in einem Zug durchgeschrieben habe. Es gab Phasen, da verlief das Schreiben mehr als stockend. Teil 2 habe ich am schnellsten als Rohfassung zu Papier gebracht, 6 Wochen – das ging zack zack. Teil 3 war der Part, mit dem ich am längsten zu tun hatte; er ist aber auch vom Umfang her der üppigste. Teil 1 liegt irgendwo dazwischen. Genau wie unzählige kleine Pausen, aus denen ich mich mühsam wieder zurück an den Schreibtisch kämpfen musste.

Wer selbst scheibt, kennt diesen Kampf. Zurück ins Manuskript eintauchen, anfangen, wo man einst aufgehört hatte. Tipps, wie man aus den Hirnferien wieder herauskommen kann, gibt es viele. Fehlen nur noch meine 😉 – meine Top 3, der hilfreichsten Tipps, wie es wieder flutscht am Keyboard. Alles bewährte Techniken, die mich das eine oder andere Mal vor einer waschechten Schreibblockade bewahrt haben. Ich möchte sie gern mit euch teilen, in der Hoffnung, dass es dem einen oder anderen von euch hilft, im Schreibflow zu bleiben:

  1. Passiv mit aktiv bekämpfen: Nimm dir die letzte Seite deines Manuskriptes und tipp sie erneut ab. Gib deinen Finger Arbeit, damit der Rest von dir nachziehen kann. Manchmal braucht der Kopf nur ein kleines bisschen Starthilfe. Alternativ geht auch ein anderer Text, der dich besonders inspiriert. Es geht darum, dass du Text fabrizierst – welcher Art ist erstmal nebensächlich. Wirklich – it works 😊
  2. Lesen hilft! – auch eine Art Starthilfe. Nimm dir dein Lieblingsbuch ODER (okay, das ist ein bisschen fies) nimm dir den schlechtesten Bücherschinken vor, den du im Regal stehen hast. Grottiger Stil? Gut! Hölzerne Dialoge? Perfekt! Ein Handlungsstrang zum Davonlaufen? Wunderbar! Das kannst du besser, oder? Du merkst es, je mehr Zeilen du liest – DU KANNST ES BESSER! Dann beweis es und setz dich wieder an den Schreibtisch.
  3. Offline. Es gibt eine Funktion in deinem Handy, die hat es in sich – drückst du sie, ist dein Internet weg. Flugzeugmodus! Ich liebe Social Media, ich brauche mein Internet. Und ich vertrau mir selbst nicht (Ich gucke nicht aufs Handy, ich schreibe jetzt!) Nein, ausmachen und ganz weit weglegen. Am Computer musst du etwas standhafter sein aber auch hier hilft: offline gehen. Du brauchst nicht viel – nur dich und dein Schreibprogramm.

Diese 3 Kniffe waren tatsächlich die, die mir am schnellsten geholfen haben, als ich meine Trilogie geschrieben habe. Die schwierigste Phase ist bei mir eigentlich immer der Anfang. Man möchte es perfekt haben, lesefertig aber so funktioniert es nicht. Überarbeiten kommt noch früh genug, nur muss erstmal überhaupt etwas da sein, das verbessert werden kann. Perfektionismus beim Schreiben einer Rohfassung ist der Weg, der am direktesten in eine Schreibblockade führt. Was zählt ist, dass etwas auf dem weißen Blatt mit dem blinkenden Cursor passiert. Auch wenn das, was dort am Anfang steht, nicht mehr Sinn macht als ein Lorem-Ipsum-Text macht. Und selbst der hat seine Berechtigung!

“The scariest moment is always just before you start. After that, things can only get better.”

Stephen King

Gutes Gelingen wünsch ich dir!

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