Der April rast derzeit so an mir vorbei. Eben hab ich noch über miese Aprilscherze gemeckert und jetzt ist da nur noch ein kläglicher Rest vom ersten Frühlingsmonat. Ich fürchte dieser Beitrag wird keinen roten Faden haben, vielmehr möchte ich versuchen meine Gedanken mal ein wenig zu ordnen. Es ist gerade SO VIEL los. Gut und schön und anstrengend auch. Leben halt.

Ein bisschen ist es gerade so, als teile ich meine Kapazität in alle möglichen Richtungen: Neuer Job, Lektorat vom Debütroman, Korrekturlesung vom letzten Teil der Trilogie und dazu noch das Plotten von Roman Nr. 4 (und 5). Und ein Privatleben hat man ja auch noch. Das ist kein Jammern, denn mir geht es gut dabei so ausgelastet zu sein. Der Kopf rattert täglich auf Hochtouren und mir gefällt das so. Wer rastet, der rostet. Aber irgendwas bleibt ja trotzdem immer auf der Strecke, und wenn es die Gesundheit ist. Die hat mir zu Ostern erst mal einen Strich durch die Rechnung gemacht und mir eine fette Erkältung in den Kalender geschrieben. Als hätte ich es geahnt, hab ich die Lektoratskorrekturen zz – ziemlich zügig – ins Manuskript eingearbeitet, nachdem sie mir Anfang April übergeben worden waren. 6 Tage habe ich gebraucht, jeden Abend 3-4h Extrazeit vor dem Bildschirm. War aber tatsächlich ein Vergnügen, ganz anders als erwartet (befürchtet). Ich hatte im Vorfeld ja schon ein paar Änderungen (Kürzungen) vorgenommen, und wie sich herausgestellt hat, reichten die bereits aus, um den Text inhaltlich so zu belassen, wie ich ihn ins Lektorat übergeben habe. Puh! Da ist mir ein großer Stein vom Herzen gepoltert. Als Debütantin habe ich noch keine großen Erfahrungen mit dem Rotstift von Lektoren bzw. Lektorinnen. Dass die Struktur, die Szenenbilder, die Spannung und die Dynamik die Sichtung bestanden haben, hat mich außerordentlich gefreut. Rot war natürlich trotzdem noch einiges, aber ich habe die Korrekturen mit der größten Freude eingearbeitet. Ich bin ganz neu verliebt in meine Geschichte. Hachz!

Nachdem das nun geschafft ist und jetzt erstmal wieder der Verlag den Ball zugeworfen bekommen hat, gehts für mich weiter mit dem abschließenden Teil der Trilogie. Testleser-Feedback einarbeiten, krude Wortschöpfungen verbessern – eine Rohfassung, wie sie im Buche steht (oder eben auch nicht 😉 ) Bliebe also noch das Plotten von Romanidee Nr. 4. Das neue Projekt, das so neu ist, dass es noch immer nur mehr in meinem Kopf existiert. Mehrere Versuche die Geschichte zu plotten scheiterten bisher, doch ich glaube, jetzt habe ich den Durchbruch geschafft. Die Thematik steht, erste Details tauchen vor dem geistigen Auge bereits auf: Erst wenn ich die Geschichte visualisieren kann, weiß ich: Das wird was!

Was mich nun zur Überschrift zurückbringt: So schön es auch ist, dass die Ideen sich langsam entfalten und ich mir da keinerlei Druck geben will, so ahne ich, dass ich die Ideenfindung langsam zum Ende bringen muss. Die Geschichte braucht einen Rand, damit die Gedanken nicht ständig ausufern und sich immer neuen Einfällen hingeben. Irgendwann muss man „den Sack zumachen“. Ich will nicht unbedingt sagen, dass man mit dem arbeiten muss, was man bis dato hat, aber, doch irgendwie ist es genau so. Viele Köche verderben den Brei. Das ist auch mit den Einfällen so. Man baut und baut gedanklich noch einen Klotz höher und dann passiert es: Alles stürzt in sich ein. Es gilt das Grundgerüst zu bauen, in dem sich die Gedanken dann für die Dauer des Schreibens aufhalten dürfen. Beim Schreiben brauche ich Struktur. Also plane ich die Ideenphase demnächst abzuschließen und mich – nach Beendigung des Korrekturgangs von Band III – ans Schreiben von Roman Nr. 4 zu setzen. Nach über einem halben Jahr musischem Freigangs ist die Zeit denke ich reif.

Worum es geht? – Irgendwas mit Münzen 😉

Münzen? Münzen!